17 September 2009

Der neue Alltag

Dachte ich schreib mal wieder. Es gibt zwar nicht viel Neues, aber ich nehme an, dass das bedeutet, dass der neue Alltag eingekehrt ist.
Hab jetzt die 3. Woche an der neuen Uni hinter mir und ich muss sagen, dass es mir wirklich sehr taugt. Die Kurse sind zum Großteil sehr interessant, die Leute in meinem Büro sind extrem nett und auch das Unterrichten gefällt mir wirklich gut. Vor allem die Zeit, die ich im zwischen den Kursen im Büro verbring, find ich recht super. Da kann man sich mit all den neuen Kollegen unterhalten....das ist immer sehr gemütlich und man hat immer Leute um sich rum, die man um Rat fragen kann, wenn es mit einem Studenten Probleme gibt oder so.

Damit ihr euch ein bißchen mehr unter diesem neuen Alltag vorstellen könnt, hier ein paar Details:

7:30 Uhr: Aufstehen

8:20 Uhr: mit dem Fahrrad quer über den Campus zu meinem Gebäude Satterfield Hall fahren, um die Materialien für meinen Kurs aus meinem Postfach zu holen (zB. LZKs, Overhead-Folien,...).

8:40 Uhr: Ich mach mich zu Fuss auf den Weg nach White Hall, wo mein Modellkurs unterrichtet wird.

8:50 - 9:40 Uhr: Meine Betreuerin unterrichtet den Anfänger-Kurs für Deutsch. Ich und Julian schauen zu und machen Notizen, um den gleichen Kurs dann später zu unterrichten.

9:45 Uhr: Die Betreuerin nimmt mich im Auto mit zurück nach Satterfiel Hall.

10:00 - 12:00 Uhr: Ich bin im Büro und Computerraum, um an verschiedenen Arbeiten für meine Kurse zu arbeiten.

12:00 - 12:50 Uhr: ich bereite mich auf meinen Deutschunterricht vor, mach gegebenfalls Kopien, schau mir die Übungen im Buch an und versuch mir den Ablauf des Unterrichts einzuprägen.

12:55 Uhr: ich gehe zu White Hall, wo ich unterrichte

13:10 - 14:00 Uhr: Ich unterrichte meinen Kurs.

Ab 14:00 Uhr: Nachmittags habe ich je nach Wochentag verschiedene Kurse zu verschiedenen Zeiten. Montags zum Beispiel von 15:25 - 16:10 und von 16:25 - 19:05. Dienstag und Donnerstag hab ich Kurse bis 18:00 Uhr und Mittwoch hab ich nachmittags gar keine Kurse. Und am Freitag hab ich bis auf gelegentliche Meetings mit Professoren (wie zB morgen) frei.

Abends telefonier ich mit Mike, verbessere LZKs/Tests/Hausaufgaben und lese/schreibe Arbeiten etc für meine eigenen Kurse.
Ich kann mir selbst kaum vorstellen, wie ich mit diesem Stundenplan so viel Stress haben kann. Aber so ist es halt mal. Es gibt immer was zu tun und man ist nie fertig. Aber das find ich bis jetzt noch ganz gut so.

Dieses Wochenende wollen Mike und ich zum Beispiel campen fahren und um mir das leisten zu können, muss ich morgen noch einmal ordentlich Gas geben.
Werd in die Bibliothek gehen, weil ich nächste Woche eine Arbeit schreiben muss und dazu muss ich noch ein paar wissenschaftliche Artikel lesen, um mich in dem Gebiet ein bisserl besser auszukennen. Muss auch noch eine PowerPointPräsentation fertig machen, die ich am Sonntag per e-mail meiner Professorin schicken muss. Soll auch noch einige Videos im internet anschauen, durch die man lernt, wie man eine eigene Internetseite macht. Um 13:00 Uhr hab ich dann ein Meeting mit einer Professorin (meiner Betreuerin), da sie mir diese Woche beim unterrichten zugeschaut hat und ich noch eine Beurteilung erhalten werde. Dann wollt ich auch noch mit einer Übersetzung beginnen, die nächste Woche fertig sein muss. Ja, und dann sind da noch die ganzen Sachen, die ich lesen soll (Dinge im Internet über Computerprogramme, Kapitel aus Büchern über Übersetzungstheorie und ein paar literarische Texte und Literaturkritik, die ich für meine Arbeit brauchen werde.

Das alles ist halt sehr zeitraubed, aber generell find ich es super, dass ich wieder was lernen darf. Vor allem heute, da mir ein Professor gesagt hat, dass ich eine hervorragende Übersetzerin sein werde. Das hört man natürlich gerne!!!

Ok, jetzt muss ich aber wieder was für die Uni tun. Die Arbeit erledigt sich ja nicht von selbst....

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